Todeszonen

Zwischen September 2018 und Februar 2019 war das Greenpeace-Schiff Beluga in der Ostsee im Einsatz. Die Wissenschaftler, die sich an Bord befanden, entnahmen rund 200 Wasserproben aus küstennahen Meeresabschnitten und den Flussmündungen. Darin fanden sie unter anderem multiresistente Keime und Pestizide. Ein jetzt erschienener Report der Umweltorganisation, der alle Ergebnisse enthält, stellt fest: Vor der Ostseeküste lässt Sauerstoffmangel Meeresorganismen absterben, eine Fläche, die zweimal so groß ist wie Belgien, gilt inzwischen als „Todeszone“. Ein Hauptverursacher davon ist die Gülleflut aus der Landwirtschaft.

Tierhaltung produziert Gülle, und Massentierhaltung produziert Massen an Gülle. Diese Massen werden zunehmend zum ernsten Problem. Unter anderem gefährden sie das Grund- und Trinkwasser. Erst gestern ging durch die Presse, dass die EU der Bundesrepublik Deutschland jetzt eine letzte Frist gesetzt hat, die Nitratbelastung des Grundwassers, welche durch Gülle verursacht wird, die als Dünger auf die Felder kommt, in den Griff zu bekommen. Binnen zwei Monaten muss die Bundesregierung nun überzeugende Vorschläge zur Senkung der Nitrat-Belastung präsentieren, ansonsten wird es teuer. Konkret drohen Strafzahlungen von bis zu 850.000 Euro – täglich. Es ist nicht so, dass das überraschend käme, im Gegenteil ist die Sachlage bereits seit Jahrzehnten bekannt: Da die EU-Nitratrichtlinie 25 Jahre nach deren Inkrafttreten von Deutschland noch nicht umgesetzt worden war, hatte die EU-Kommission im Jahr 2016 ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Im Juni 2018 verurteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) Deutschland dann wegen Verletzung von EU-Recht und stellte fest: Die Bundesregierung hat zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen. Eine im Februar vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) veröffentlichte Studie über Nitrat im Trinkwasser, die zum Ergebnis kam, dass unter einem Drittel der Ackerflächen des Landes das Grundwasser mit zu viel Nitrat belastet ist, fordert als wirksame Maßnahme dringend eine deutliche Reduzierung der Tierzahlen – wovon die Bundesregierung allerdings nichts wissen will.

DUNKEL UND LEBLOS

Um noch unbelastetes Wasser zu erreichen, werden Trinkwasserbrunnen inzwischen immer tiefer gebohrt. Auch wird belastetes mit weniger belastetem Trinkwasser vermischt. Wenn diese Verdünnung nicht mehr ausreicht, wird belastetes Wasser technisch aufbereitet, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Eine Studie der Wasserverbände zeigt, dass es immer teurer wird, das Wasser so aufzubereiten, dass die Grenzwerte für Nitrat eingehalten werden – in einigen Regionen warnen die Versorger bereits vor Preissteigerungen von bis zu 62 Prozent. Die Folgekosten der Massentierhaltung tragen also nicht die Verursacher, sondern sie werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.

Die Gülleschwemme aus der Landwirtschaft gefährdet aber nicht nur die Qualität des Trinkwassers, sondern auch die Artenvielfalt in Seen, Flüssen und Meeren, insbesondere in den Küstengebieten, wie ein aktueller Greenpeace-Report nun zeigt. Die Umweltorganisation entnahm Wasserproben aus der Ostsee vor den Küsten von Deutschland, Polen und Dänemark und Proben aus Zuflüssen der Ostsee. Untersucht wurden der Sauerstoffgehalt in den Küstengewässern und die Belastung der Ostseezuflüsse mit den Nährstoffen Phosphor und Nitrat. Es wurden Pestizide und multiresistente Keime nachgewiesen, die nur aus der Agrarwirtschaft stammen können. Die Ergebnisse zeigen: Die Gülleflut und die Überdüngung aus der Landwirtschaft tragen erheblich zum schlechten Zustand des Meeres bei. Greenpeace berichtet:

Dunkel und leblos ist der Meeresgrund. Wo einst Seegras und Faseralgen wuchsen, Miesmuscheln und Seesterne einen Lebensraum hatten, finden die Greenpeace-Taucher in der Wohlenberger Wiek vor Niendorf nur noch Schlamm, schwarz gefärbt von Eisensulfid und bedeckt mit sulfatreduzierenden Bakterien. Gut 20 Meter tief ist die Ostsee in diesem Teil der Lübecker Bucht. Ab etwa 12 Meter sinkt hier die Sauerstoffkonzentration. Am Meeresboden werden weniger als zwei Milligramm Sauerstoff pro Liter gemessen ­– zu wenig für bodenbelebende Pflanzen und Tiere. Nur noch Bakterien können hier existieren. Wesentliche Ursache solcher „toten Zonen“: Der zu hohe Nährstoffeintrag durch Gülle und Überdüngung aus der industriellen Landwirtschaft.

DAS MARINE LEBEN STIRBT

„Tote Zonen“ oder „Todeszonen“ in Gewässern sind ein bekanntes Beispiel für die Auswirkungen einer übermäßigen Nährstoffbelastung auf Ökosysteme. Sie entstehen durch überhöhte Stickstoff- und Phosphatkonzentrationen im Wasser. Dieser als Eutrophierung bezeichnete Nährstoffüberschuss kann ein üppiges Wachstum von Algen und Cyanobakterien auslösen. Durch den mikrobiellen Abbau der abgestorbenen Algen kommt es in weiterer Folge zu Sauerstoffmangel – was dazu führt, dass das marine Leben regional abstirbt. Wenn der Sauerstoffgehalt am Meeresboden unter zwei Milligramm pro Liter sinkt, wird es für Fische und die am oder im Meeresboden lebenden Tiere zunehmend lebensbedrohlich. Solche Zonen sind ab Wassertiefen unterhalb von 70 Metern inzwischen weit verbreitet.

Als relativ kleines und flaches Meer, umgeben von viel landwirtschaftlich genutzter Landmasse, ist die Ostsee dem menschlichen (Gülle-)Einfluss besonders ausgesetzt. Ihre Todeszonen haben sich in den vergangenen hundert Jahren auf gut 60.000 Quadratkilometer verzehnfacht. Das heißt: Auf einer Fläche, die zweimal so groß ist wie Belgien, ist die normale Bodenflora und -fauna zerstört. Verschärft wird das Problem durch den Klimawandel, da steigende Wassertemperaturen die Löslichkeit von Sauerstoff im Wasser herabsetzen. „Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es absolut notwendig, dass Deutschland seine Düngeverordnung drastisch verschärft und den Tierbestand reduziert“, fordert daher Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. „Nur so kann das massive Absterben der Bodenlebewelt in der Ostsee gestoppt werden.“

Moderne industrielle Agrarpraktiken haben den natürlichen Stickstoff- und Phosphorkreislauf extrem verändert, mit gravierenden Auswirkungen auf globale Ökosysteme. Laut einer wissenschaftlichen Publikation aus dem Jahr 2015 sind in der EU sind 73 Prozent der Verunreinigung des Wassers mit Stickstoff- und Phosphorverbindungen aus landwirtschaftlichen Quellen auf die Produktion tierischer Lebensmittel zurückzuführen. Der Ostsee-Report stellt fest:

Die Veränderung des natürlichen Stickstoff- und Phosphorkreislaufs durch moderne industrielle Agrarpraktiken kann unser Planet nicht verkraften. Die Eutrophierung (Überdüngung) verdrängt an niedrige Nährstoffkonzentrationen angepasste Arten. Algen und Cyanobakterien können sich dagegen stark vermehren. Der mikrobielle Abbau der Biomasse verbraucht Sauerstoff und der Sauerstoffmangel führt vor allem in größeren Tiefen zu sogenannten toten Zonen, in denen das marine Leben in Nord- und Ostsee regional abstirbt. Einige Blaualgen können außerdem Giftstoffe bilden, die das Baden in betroffenen Gewässern zur Gefahr machen. Die Eutrophierung stellt eines der größten Probleme der Ostsee dar, das sich im Zuge der Erderhitzung noch verschärfen wird.

DER EINFLUSS DER TIERHALTUNG

Die Ostsee wird häufig als das Meer mit den größten anthropogenen, also von Menschen verursachten, Todeszonen der Welt beschrieben. Wegen seiner geologischen Struktur ist das ökologische Gleichgewicht in dem weitgehend von den Weltmeeren abgeschirmten Randmeer besonders empfindlich. Aufgrund europaweiter Bemühungen, den Nährstoffeintrag über Flüsse in die Ostsee zu verringern, konnte im Zeitraum zwischen 1985 und 2005 zwar ein Rückgang der Einträge in das Binnenmeer erreicht werden, dennoch erholt sich die Ostsee nicht – was mit zurückzuführen ist auf die massive Verschmutzung durch die Agrarindustrie: „Wesentliche Ursache ist die Überdüngung in der Landwirtschaft, an der Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung großen Anteil hat“, so der Greenpeace-Report. Die Organisation schätzt, dass derzeit 60 Prozent der Phosphateinträge in die Ostsee aus landwirtschaftlichen Quellen stammen. In ihrem neuen Report schreibt sie:

Besonders die Spezialisierung der Landwirtschaft, bei der Futtermittelproduktion und Tierhaltung häufig getrennt sind, hat deren Anteil an der Überdüngung der Ostsee steigen lassen. So wurde in schwedischen Regionen, die von Massentierhaltung geprägt sind, ein erhöhter Stickstoffeintrag in umliegende Gewässer nachgewiesen. Tierbetriebe mit hohen Viehbestandsdichten, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, das Aufbringen von Düngemitteln sowie der Import von Futtermitteln führen dazu, dass mehr Nährstoffe auf landwirtschaftlichen Flächen angereichert werden, als durch den natürlichen Nährstoffkreislauf wieder fixiert werden können. Die Folge ist eine höhere Ausleitung von Nährstoffen in umliegende Gewässer, die dann über den hydrologischen Kreislauf bis in Meeresgebiete wie die Ostsee gelangen.

Was das für die Wasserqualität bedeutet, zeigt sich etwa daran, dass im Zeitraum von 2007 bis 2012 keines der deutschen Ostsee-Küstengebiete den ökologisch guten Zustand nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erreichte. Insgesamt sind nach der WRRL-Zustandsbewertung 97 Prozent der Fließgewässer, 82 Prozent der Seen und 100 Prozent der Küstengewässer in keinem guten ökologischen Zustand. Im Jahr 2008 haben die EU-Mitgliedstaaten daher beschlossen, bis 2020 die durch Menschen hervorgerufene Eutrophierung der Ostsee auszuschließen. Laut Umweltbundesamt ist dieses Ziel nur zu erreichen, wenn die Einträge aus der Landwirtschaft verringert werden können. Im Zeitraum von 2012 bis 2014 sei die Landwirtschaft für 78 Prozent (17.289 Tonnen) der Stickstoffeinträge und für 51 Prozent (410 Tonnen) der Phosphoreinträge verantwortlich gewesen.

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern ist es dringend geboten, die im „Baltic Sea Action Plan“ von den Ostseeanrainerstaaten beschlossenen Maßnahmen konsequent umzusetzen und den Eintrag von Nährstoffen in die Ostsee deutlich zu reduzieren. Bislang würden die Beschlüsse nur schleppend umgesetzt, merken die Experten des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung an. Dabei würden sich in der Wissenschaft die Stimmen mehren, die angesichts der sich verschärfenden Klimakrise eine höhere Reduktionsrate der Nährstoffe fordern.

UNBEKANNTE WECHSELWIRKUNGEN

Vor allem aus intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten kommen Einträge von Schadstoffen wie Pestiziden hinzu. Viele synthetische Chemikalien, die sich in der Umwelt finden, stammen laut Greenpeace aus der Landwirtschaft: Rückstände von Pestiziden und von Arzneimitteln verbreiten sich, wenn Gülle oder Stallmist aus Massentierhaltung sowie Klärschlamm aus der Abwasserentsorgung als natürlicher Dünger verwendet werden. Greenpeace wies, unter anderem in Ostseezuflüssen in Deutschland, diverse Pestizide – darunter elf illegale Stoffe – sowie Tierarzneimittel nach.

Pestizide und Tierarzneimittel seien in der Regel biologisch hochaktiv und könnten daher schon in sehr geringen Mengen schädlich sein. Wie genau Mikroschadstoffe auf das Ökosystem wirken, lasse sich allerdings nur schwer abschätzen, da sie häufig in komplexen Gemischen chemischer Verbindungen („Chemiecocktails“) vorliegen würden, über deren umweltrelevante Wirkungsweisen bisher wenig bekannt sei. Die biologischen Auswirkungen solcher Wirkstoffgemische auf die Umwelt könne aber erheblich gravierender ausfallen als die Summe der Einzeleffekte: „Die Risikobewertungen von potenziell gefährlichen, in Spuren nachgewiesenen Chemiecocktails sind derzeit Gegenstand der Forschung. Wir wissen jedoch bereits, dass die Ökosysteme vieler Flüsse in Europa und auf der ganzen Welt durch solche Mikroschadstoffe beeinträchtigt oder gefährdet sind.“ Die bereits vorhandenen Daten belegen laut Greenpeace „die Notwendigkeit einer nachhaltigeren Landwirtschaft und Tierhaltung, um der Kontamination von Oberflächengewässern mit Agrochemikalien vorzubeugen“.

Mehr als 2.000 verschiedene Tierarzneimittel sind heute auf dem Markt. Schätzungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur zufolge werden rund zwei Drittel aller Antibiotika Nutztieren verabreicht. Viele Antibiotika können nur schlecht von den Tieren aufgenommen werden; ein hoher Anteil, zwischen 30 und 90 Prozent, wird daher wieder ausgeschieden – und über Gülle auf Feldern ausgebracht. Auf diese Weise wird der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen Vorschub geleistet. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung zeigte sich etwa im Rahmen einer Studie in Niedersachsen, dass rund 25 Prozent der Personen, die Nutztierkontakt hatten, mit MRSA besiedelt waren – diese Bakterien sind gegen das Antibiotikum Methicillin und auch die meisten anderen Antibiotika resistent –, in viehdichten Regionen in Deutschland erweisen sich beim Aufnahme-Screening in Krankenhäusern außerdem etwa 20 bis 30 Prozent der Patienten als MRSA-positiv. Die damit schwindenden Möglichkeiten, bakterielle Infektionen medizinisch wirkungsvoll zu behandeln, wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als eine der drei größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit eingestuft. Im Greenpeace-Report heißt es:

Bei Kontakt mit multiresistenten Keimen in der Umwelt oder über belastete Lebensmittel, insbesondere über rohes Fleisch, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Keime auf Menschen übersiedeln und sie infizieren. Wenn sich die Keime verbreiten und damit Resistenzen zunehmen, bedroht das zunehmend die Wirksamkeit von Antibiotika, mit denen gefährliche Infektionskrankheiten bekämpft werden – insofern sind alle Funde und Nachweise bedenklich. Allein in der EU erkranken jährlich 670.000 Menschen an Infektionen durch antibiotikaresistente Erreger, 330.000 von ihnen sterben nach der Infektion.

TÖDLICHE KEIME

Im Juni und Juli 2018 entnahm die Umweltorganisation in zehn EU-Ländern von 29 Flüssen und Kanälen in Regionen, in denen Massentierhaltung betrieben wird, Wasserproben. „Durch Intensiv- oder Massentierhaltung werden Tierarzneimittel, Pestizide, Metalle und Nährstoffe im Überfluss in unsere Flüsse geschwemmt. Einmal in die Umwelt gelangt, bilden sich so regelrechte ‚Cocktails‘ an Substanzen, die empfindliche Ökosysteme schädigen können“, heißt es im Report Dirty Waters: Wie Massentierhaltung Flüsse in Europa verschmutzt, in dem die Ergebnisse wiedergegeben werden. Antibiotika wurden in mehr als zwei Dritteln, Tierarzneimittel in 79 Prozent der Proben nachgewiesen. Auch in Zuflüssen der Ostsee wies Greenpeace diese Stoffe nach, außerdem multiresistente Keime, darunter solche, die gegen Wirkstoffe resistent sind, welche von der Weltgesundheitsorganisation als besonders wichtige Reserveantibiotika eingestuft werden. Das heißt: Der Einsatz dieser Wirkstoffe ist eine der ganz wenigen Möglichkeiten, schwere bakterielle Infektionen zu behandeln, insbesondere, wenn andere Antibiotika bereits wegen Resistenzbildung versagen. In der Tierhaltung gehört diese Klasse an Wirkstoffen zu den wenigen Antibiotikaklassen, deren Absatzmenge in den vergangenen Jahren gestiegen ist. In Geflügel- oder Schweineställen wird nicht nur den erkrankten Tieren, sondern gleich ganzen Gruppen Antibiotika verabreicht. Die Krankheitserreger und andere Bakterien können dabei Resistenzen entwickeln, und über die Abluft aus den Ställen oder das Ausbringen von Gülle oder Mist gelangen sie in die Umwelt.

Im Jahr 2017 veröffentlichte die WHO neue Leitlinien zur Anwendung von humanmedizinisch wichtigen antimikrobiellen Mitteln bei Nutztieren. Diese empfehlen landwirtschaftlichen Betrieben und der Lebensmittelindustrie, den routinemäßigen Einsatz von Antibiotika als Prophylaxe bei gesunden Tieren zu beenden. Einer neuen EU-Verordnung zur Begrenzung des Einsatzes von Antibiotika in landwirtschaftlichen Betrieben fehlt noch die Zustimmung des Rats, damit sie in Kraft treten kann. „Die darin enthaltenen Maßnahmen sind ein wichtiger erster Schritt, um den massiven Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung einzuschränken“, so Greenpeace. Allerdings enthalte das Gesetz „einige Ausnahmen, die es den Tierhaltern bei der Fleischproduktion weiterhin erlauben, großzügig Antibiotika zu verteilen – auch präventiv an ganze Herden, mit allen damit verbundenen Risiken für die menschliche Gesundheit“.

Eine weitere Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes sei daher dringend geboten. Greenpeace fordert außerdem eine Verschärfung der Düngeverordnung, welche beinhalten soll, dass „die Zahl gehaltener Tiere an die vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen jedes Betriebs angepasst“ wird. Außerdem sollen EU-Agrarsubventionen nur noch an Betriebe fließen, „die klima-, umwelt- und gewässerverträglich wirtschaften“. Doch die wohl wichtigste Forderung lautet: „Die Zahl der Tiere muss deutlich sinken, um Tier- und Umweltschutz zu gewährleisten.“

Der vollständige Ostsee-Report ist auf der Website von Greenpeace zum Download verfügbar.

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