Angst bei der Fleischlobby

In der EU gibt es Pläne, Bezeichnungen wie „Burger“, „Schnitzel“ oder „Wurst“ für vegane Produkte zu verbieten. Am Montag wurde eine entsprechende Gesetzesvorlage vom Agrarausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit beschlossen. Bevor das Verbot wirksam wird, müssen allerdings nach der Europawahl im Mai erst noch das gesamte Parlament und alle Mitgliedsstaaten zustimmen. Noch ist der Vorstoß der Fleischlobbyisten also nicht in trockenen Tüchern, und es ist sicher, dass es noch einigen Widerstand dagegen geben wird.

Burger kommt von Hamburger. Die genaue Entstehung dieses Wortes ist nicht überliefert, geht aber wohl auf die US-amerikanischen Einwanderer aus Hamburg zurück. Sicher jedenfalls ist, dass die erste Silbe „Ham“ nichts mit „Schinken“ zu tun hat. Das Wort Schnitzel leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort sniz für „Schnitt“ ab; der Begriff Wurst geht etymologisch wohl auf Bedeutungen wie „drehen“ und „wenden“ zurück. Vom Wortsinn her müssen diese Begriffe also keine Fleischprodukte bezeichnen, auch wenn sie unter anderem dafür verwendet werden. Eine Wurst aber kann, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache schreibt, einfach etwas sein, das „die Form einer länglichen Rolle hat“, also nicht einmal ein Lebensmittel sein muss, Schnitzel können alles Mögliche sein – so bezeichnet beispielsweise das Wort Hackschnitzel nicht nur ein „Schnitzel“ aus Hackfleisch, sondern auch Hackgut aus Holz. Das Sellerieschnitzel ist ein traditionelles Gericht, das bereits unseren Großeltern bekannt war.

In Asien gibt es eine bereits jahrhundertealte vegetarische Tradition, Gerichte und Lebensmittel etwa aus Tofu oder Seitan mit denselben Begriffen wie ihre Pendants aus Fleisch zu benennen; und seit langer Zeit gibt es auch in Europa vegetarische und vegane Alternativen, die ähnlich heißen wie entsprechende Produkte aus Fleisch. Schon die Lebensreformbewegung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte „Pflan­zen­fleisch“, das über die Reformhäuser vertrieben wurde, und andere Alternativprodukte zu tierischen Erzeugnissen. Doch bereits damals wurden solche Entwicklungen mit Restriktionen bedacht – um der „Verwechslung“ mit Butter aus Kuhmilch vorzubeugen, wurde etwa zuerst für alle Margarine-Arten die Würfelform vorgeschrieben, dann wurde, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, die Bezeichnung „Pflanzenbutter“ verboten. Geschichte wiederholt sich: Ähnliches spielt sich auch heute wieder ab. „In einem Schachzug, auf dem einige Abgeordnete die Fingerabdrücke der Fleischindustrie vermuten, hat der Agrarausschuss des EU-Parlaments in dieser Woche einen Gesetzestext beschlossen, der es den Herstellern vegetarischer Lebensmittel verbietet, ihre Produkte unter Verwendung der Nomenklatur zu benennen, die normalerweise zur Beschreibung von Fleisch gebraucht wird“, meldete die britische Zeitung The Guardian am Donnerstag.

Normale Eutersekretion

„Ganz überraschend kommt der Vorschlag nicht. Für Milchprodukte gibt es so ein Verbot seit 2017 – und seitdem wird es auch für Fleisch und Wurst gefordert“, kommentiert der ORF. Im Jahr 2017 hatte der Europäische Gerichtshof, nachdem deutsche Wettbewerbsbehörden Beschwerde gegen den Hersteller TofuTown eingelegt hatten, entschieden: „Rein pflanzliche Produkte dürfen grundsätzlich nicht mit Bezeichnungen wie ‚Milch‘, ‚Sahne‘, ‚Butter‘, ‚Käse‘ oder ‚Joghurt‘ vermarktet werden, die durch EU-Recht für tierische Erzeugnisse vorbehalten sind.“ Die höchsten Richter der EU verwiesen auf Regelungen im europäischen Recht, wonach diese Bezeichnungen Produkten vorbehalten sind, die aus der „normalen Eutersekretion“ von Tieren gewonnen werden. Im Anschluss an diese Entscheidung forderten Vertreter der Agrarwirtschaft und der Fleischindustrie auch ähnliche Regelungen für ihre Produkte.

Bereits im letzten Jahr hat die Französische Nationalversammlung „Fleischbezeichnungen“ für vegetarische und vegane Produkte verboten – bei Zuwiderhandlungen drohen dort seither Strafen von bis zu 300.000 Euro. In Frankreich kam der Vorstoß zu der Gesetzesänderung von Jean Baptiste Moreau, einem Abgeordneten der Macron-Partei LREM, der selbst Rinderzüchter ist. In Deutschland hatte Christian Schmidt (CSU) bereits im Januar 2017 einen entsprechenden Vorstoß unternommen: Begriffe wie „vegetarisches Schnitzel“ seien „komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher“, verkündete der damalige Bundesagrarminister in einem Interview mit der Bild, die daraufhin titelte: „Schmidt will Verbot von Fleischnamen für Veggie-Produkte“. Der CSU-Politiker hatte die Belange des Deutschen Fleischer-Verbands und des Deutschen Bauernverbands, welche die beiden Lobbyorganisationen im April 2016 formuliert hatten, eins zu eins übernommen; in Niedersachsen, einer Hochburg der Fleischproduktion, hatte die CDU diese Forderungen bereits im Oktober 2017 zu ihren eigenen gemacht.

Sturmgeschütz der Fleischindustrie

Vor zwei Jahren hatte Schmidt allerdings noch keinen Erfolg. Seine Begründungen wurden von der öffentlichen Meinung überwiegend als lächerlich wahrgenommen – allzu durchsichtig war auch, wem er damit einen Gefallen tun wollte. Der Spiegel etwa fand seinen Vorstoß „dreist“: Offensichtlicher könne sich ein Politiker kaum zum Lobbyisten einer Branche machen; das Handelsblatt kommentierte, der CSU-Mann verwechsle offenbar Lobbyismus mit Politik und verkaufe die Konsumenten für dumm. Immerhin aber sei sein Vorgehen konsequent: „Denn durch seine ganze bisherige Amtszeit zieht sich ein roter Faden: Der frühere Verteidigungsexperte der CSU sieht sich offenbar als Sturmgeschütz der deutschen Fleischindustrie“, so die Tageszeitung. Deutschlandfunk Kultur berichtete über „Spott und Häme“, die dem Minister nach Bekanntwerden seines Anliegens unter anderem via Twitter entgegengebracht wurde. „‚Das ist ein ernsthaftes Ansinnen‘, fühlt er sich genötigt zu betonen, als Journalisten ihn nach Fleischtomaten und österreichischen Palatschinken fragen“, berichtete damals sogar agrarheute.com, ein Nachrichtenportal für die Landwirtschaft, das dem Bauernverband nahesteht.

Auch der Österreichische Bauernbund sagte 2017 veganen Fleischalternativen den Kampf an: Selbst wenn deutliche Hinweise wie „fleischlos“ oder „vegetarisch“ am Produkt angebracht seien, suggeriere es „in Farbe, Form und Wortlaut ein Fleischprodukt“, wie Bauernbund-Präsident Jakob Auer damals erklärte – Zusatzhinweise könnten Verbraucher beim Einkaufen „schnell übersehen“. Und auch in die Schweiz wurde die Diskussion damals importiert: „Keine Fleischnamen für vegetarische Produkte: Das fordert die Fleischbranche. Nun bekommt sie Support aus Bundesbern“, meldete 20min.ch im April 2017; in dem Artikel hieß es:

Nicht nur in Farbe und Form sehen viele vegetarische Produkte ihren Pendants vom Tier zum Verwechseln ähnlich. Auch die Namensgebung orientiert sich stark am Original aus Fleisch. Geht es nach dem Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF), soll damit Schluss sein. … In der Debatte über das neue Lebensmittelrecht machte sich der SFF beim Bund für schärfere Regeln stark – bislang allerdings vergebens. Nun wird die Politik aktiv: „Ich bin ganz klar der Meinung, dass der Konsument getäuscht wird, wenn in einem Schnitzel kein Fleisch ist“, sagt der Berner SVP-Nationalrat Erich Hess.

Verbrauchertäuschung

Dass mit den neuen Regelungen auf entsprechende Wünsche der Fleischlobby reagiert wird, ist kein Geheimnis. „Zunehmend werden vegetarische oder vegane Produkte unter Verwendung der eingeführten Bezeichnungen von Fleischerzeugnissen in den Verkehr gebracht“, heißt es etwa beim Deutschen Fleischer-Verband, und weiter: „Der DFV hat daher zusammen mit dem Deutschen Bauernverband im März 2016 einen Antrag bei der Deutschen Lebensmittelbuchkommission dahingehend gestellt, dass für fleischlose Erzeugnisse die Bezeichnungen von Fleischerzeugnissen, wie sie in den Leitsätzen beschrieben sind, nicht verwendet werden dürfen.“ Im Dezember 2018 hat dann Christian Schmidts Nachfolgerin Julia Klöckner (CDU) die von der Lebensmittelbuchkommission ausgearbeiteten „Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs“ veröffentlicht, nach denen vegetarische Lebensmittel nicht mehr Bezeichnungen wie „Filet“ oder „Steak“ tragen sollen – aber viele Begriffe blieben unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin zulässig. So heißt es in den Leitsätzen etwa:

Bezeichnungen für spezifische Wurstwaren (z.B. „Lyoner“, „Salami“, „Leberwurst“) sind für vegane und vegetarische Lebensmittel nicht üblich. Hinweise auf diese Lebensmittel werden allenfalls zur näheren Beschreibung für vegane und vegetarische Lebensmittel verwendet, soweit eine hinreichende sensorische Ähnlichkeit zum in Bezug genommenen Lebensmittel tierischen Ursprungs besteht, insbesondere in Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Solche Produkte werden z.B. als „vegetarische Seitan-Wurst Typ Lyoner“, „vegane Tofu-Wurst nach Salami-Art“, „vegetarische Soja-Streichwurst mit Leberwurstgeschmack“ bezeichnet.

Bereits diese – allerdings nicht rechtsverbindlichen – Regelungen wurden von den Herstellern entsprechender Produkte als „schwer nachvollziehbar“ wahrgenommen. Ihr Vorwurf: Es handle sich bei solchen Regelungen um einen „Vorstoß der Fleischlobby“, die Kommission sei auf Betreiben von „verschiedenen Verbänden unter anderem der Fleischindustrie“ zustandegekommen. Der Agrarausschuss des EU-Parlaments geht nun aber einen gewaltigen Schritt weiter und will auf EU-Ebene jegliche Bezeichnungen, die traditionell für Fleisch- und Wurstprodukte verwendet werden, für vegane oder vegetarische Erzeugnisse verbieten. Am 1. April hat er mit einer klaren Mehrheit von 80 Prozent dafür gestimmt; zudem wurden weitere strenge Einschränkungen bei der Benennung von pflanzlichen Milchalternativen vorgeschlagen. Nur ein „echtes Steak“ solle auch Steak genannt werden dürfen, so der federführende französische Abgeordnete Éric Andrieu – ein Burger ohne Fleisch, das sei „nahe an der Verbrauchertäuschung“.

Teile von Tieren

Der am Montag angenommene Änderungsantrag sieht vor, dass fleischbezogene Begriffe und Bezeichnungen ausschließlich für „die zum Verzehr geeigneten Teile des Tieres“ gebraucht werden dürfen – „einschließlich Blut“. Weiter heißt es:

Die sich auf „Fleisch“ beziehenden Begriffe und Namen, die unter die Bestimmungen von Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 fallen und die gegenwärtig auf Fleisch und Fleischteile anzuwenden sind, sind ausschließlich den zum Verzehr geeigneten Teilen des Tieres vorbehalten. „Fleischzubereitungen“ sind frisches Fleisch, einschließlich Fleisch, das zerkleinert wurde, dem Lebensmittel, Würzstoffe oder Zusatzstoffe zugegeben wurden oder das einem Bearbeitungsverfahren unterzogen wurde, das nicht ausreicht, die innere Muskelfaserstruktur des Fleisches zu verändern und so die Merkmale frischen Fleisches zu beseitigen. „Fleischerzeugnisse“ sind verarbeitete Erzeugnisse, die aus der Verarbeitung von Fleisch oder der Weiterverarbeitung solcher verarbeiteter Erzeugnisse so gewonnen werden, dass bei einem Schnitt durch den Kern die Schnittfläche die Feststellung erlaubt, dass die Merkmale von frischem Fleisch nicht mehr vorhanden sind. Namen, die unter die Bestimmungen von Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr.1169/2011 fallen und die gegenwärtig auf Fleischerzeugnisse und Fleischzubereitungen anzuwenden sind, sind ausschließlich Erzeugnissen, die Fleisch enthalten, vorbehalten.

„Die Fleischlobby ist daran nicht beteiligt“, beeilte Andrieu sich nach der Abstimmung auf einer Pressekonferenz zu beteuern – die Abgeordneten hätten „ausschließlich im besten Interesse der Verbraucher gestimmt“, das Ergebnis sei „dem gesunden Menschenverstand“ geschuldet. „Die Leute müssen wissen, was sie essen“, meinte er. Molly Scott Cato hingegen, eine britische grüne Europaabgeordnete, die Mitglied des Agrarausschusses ist, sagte:

Der Verdacht liegt nahe, dass das von der Fleischindustrie kommt, die in Panik ist, weil sich junge Menschen vom Fleischessen abwenden. Es ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Industrie sich Sorgen macht, dass ihr Markt unterlaufen wird – und das ist ein gutes Zeichen. Es gab dafür sicher nicht viele Forderungen von der Verbraucherseite; es war ja nicht so, dass die Leute Veggie-Burger gekauft und sich dann gefragt haben: „Wo ist mein Fleisch?“ Die Menschen bewegen sich zunehmend hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung, und junge Menschen tun das mit ungeheurer Geschwindigkeit.

Koordiniert vorgehen

Ein Zusammenschluss von Umwelt- und Tierschutzverbänden, zu der auch Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace oder Eurogroup for Animals gehören, hatte vor der Abstimmung betont, dass es keine Anzeichen für eine „Verbrauchertäuschung“ gebe und forderte die Abgeordneten dazu auf, den Änderungsantrag abzulehnen – ohne Erfolg. Bevor das Verbot wirksam wird, müssen allerdings nach der Europawahl im Mai erst das gesamte Parlament und alle Mitgliedsstaaten zustimmen. Noch ist der Vorstoß der Fleischlobbyisten also nicht in trockenen Tüchern, und es ist sicher, dass es noch einigen Widerstand dagegen geben wird. So kündigte etwa die Vegane Gesellschaft Österreich uns gegenüber an:

Aussagekräftige Verkaufsbezeichnungen sind notwendig, um schnell geeignete umwelt- und tierfreundliche Alternativen zu Fleisch und Milchprodukten zu finden. Da sich die Verbraucher bewusst für pflanzliche Produkte entscheiden, werden sie keineswegs durch Begriffe wie „vegane Wurst“ oder „Alternative zur Milch“ verwirrt. Tatsächlich vermitteln diese Bezeichnungen wichtige Informationen wie Textur oder Geschmack. Die Vegane Gesellschaft Österreich und die European Vegetarian Union (EVU) betonen die Bedeutung informativer und attraktiver Bezeichnungen für Fleischalternativen und lehnen weitere Einschränkungen für pflanzliche Milchbezeichnungen ab. Um pflanzliche Lebensmittel zu unterstützen, wird die EVU mit weiteren europäischen Organisationen koordiniert vorgehen, um den Vorschlag in der nächsten Instanz zu blockieren.

Harald Balluch, Geschäftsführer des österreichischen Vereins gegen Tierfabriken (VGT), sagte, es lasse sich nicht nachvollziehen, warum plötzlich ein Burger ohne Fleisch nicht mehr als vegetarischer Burger bezeichnet dürfe: „Wie sollte man diesen denn sonst nennen? Und soll uns hier wirklich weisgemacht werden, dass sich jemand, der einen Veggieburger bestellt, erwartet, dass in diesem Fleisch enthalten ist? Das ist doch vollkommener Unsinn!“ Vielmehr gehe es hier offensichtlich darum, die Vermarktung vegetarischer Alternativen möglichst schwer und unattraktiv zu machen. Auf die Frage, wie ein Burger denn sonst genannt werden solle, hat der EU-Agrarausschuss bereits eine Antwort – die allerdings ziemlich unattraktiv klingt: Erste Entwürfe sehen vor, dass vegetarische und vegane Burger künftig „Veggie-Discs“ (Veggie-Scheiben) heißen sollen, Sojaschnitzel „Soya Slices“ (Soja-Scheiben).

Schlag gegen nachhaltige Lebensmittel

Organisationen wie Greenpeace lehnen das Verbot klar ab und sehen darin „einen Schlag gegen nachhaltige Lebensmittel“. Damit haben sie recht: Pflanzliche Alternativprodukte sind immer umweltfreundlicher als ihre Pendants aus Fleisch oder „Eutersekret“. Als im Rahmen der UN-Umweltversammlung in Nairobi die Vereinten Nationen kürzlich ihre ausführlichste Umwelt-Studie der letzten Jahre vorstellten, forderten die Wissenschaftler dringende politische Maßnahmen – denn die Ergebnisse sind mehr als alarmierend: Umweltverschmutzung ist bereits jetzt für Millionen von Toten verantwortlich, der Zustand der Erde wird zunehmend lebensbedrohlich. Hinsichtlich des Klimawandels stellte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen bereits im Jahr 2010 fest: „Eine wirkliche Verringerung der Auswirkungen wäre nur mit einer grundsätzlichen, weltweiten Ernährungsumstellung möglich, weg von Tierprodukten.“ The Guardian fasste das Ergebnis dieser UN-Studie damals folgendermaßen zusammen: „Eine globale Umstellung auf eine vegane Ernährung ist von entscheidender Bedeutung, um die Welt vor Hunger, Energiearmut und den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu retten.“ Die Regierenden aber wollen davon wenig wissen.

Auf dem Weltwirtschafsforum in Davos sagte Greta Thunberg im Januar: „Ich möchte, dass ihr in Panik geratet. Ihr sollt die Angst spüren, die ich jeden Tag spüre. Und ich möchte, dass ihr handelt. Dass ihr so handelt wie in einer Krise. Ich möchte, dass ihr so handelt, als wenn unser Haus brennen würde. Denn es brennt bereits.“ Dass angesichts der drohenden Umweltkatastrophe, welche die menschliche Gesellschaft an den Rand des Untergangs führt, dass, während weltweit Menschen im Rahmen von Fridays for Future auf die Straßen gehen, um eine lebenswerte Zukunft einzufordern und die Politiker endlich zum Handeln zu bewegen, diese nichts Besseres zu tun haben als gegen vegane Alternativprodukte vorzugehen, ist mehr als bezeichnend für den Zustand der Politik in Europa.

Der Änderungsantrag im Wortlaut lässt sich auf der Website des Europaparlaments einsehen.

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Ein Kommentar zu “Angst bei der Fleischlobby

  1. Hallo!

    Wirklich ein toller und sehr gut augearbeiteter Beitrag! Ich selbst esse keine veganen „Fleisch“produkte, da ich lieber eine gegrille Zuchini esse als ein veganes „Steak“ aber meiner Schwester beispielsweise fällt es schwer auf Fleisch zu verzichten und deshalb kauft sie sich statt einem Putenschnitzel eben ein veganes „Schnitzel“. Deshalb kenne ich allerhand dieser fleischlosen „Fleisch“produkte.

    Liebe Grüße
    Jasmin

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